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HSV AKTUELL Super: Morgen feiert Ujfalusi sein Comeback Das kam für alle überraschend. Tomas Ujfalusi feiert sein Comeback doch schon morgen bei Hansa Rostock. Eigentlich sollte der Tscheche erst am nächsten Sonnabend gegen Hertha wieder mit dabei sein. Aber die medizinische Abteilung hat keinerlei Bedenken mehr. "Ujfi" kann loslegen. Ob das Abwehr-Ass gleich in der Startformation steht, ließ Toppi gestern noch offen. "Alles ist möglich." Der Coach überlegt sich, hinten von Vierer- auf Dreierkette umzustellen. Dann würde Ujfalusi auf jeden Fall ins Team rutschen. "Auf so einen Super-Fußballer wie ihn können wir eigentlich nicht verzichten", meint der Coach. Eine endgültige Entscheidung will er aber erst heute Abend nach einem persönlichen Gespräch mit dem Verteidiger treffen. Klar ist, dass Collin Benjamin nach seinem starken Spiel gegen Leverkusen wieder von Beginn an auflaufen wird. Toppi: "Den kann ich doch jetzt nicht draußen lassen." Auch Bernardo Romeo, der auswärts zuletzt nur als Joker kam, darf wieder anfangen. Mit seinen Toren soll Romeo für den ersten HSV-Sieg in Rostock seit fünf Jahren sorgen. Über den Gegner macht sich Toppi kaum Gedanken. "Seit dem Trainerwechsel spielen die `ne gute Runde. Martin Max ist immer noch brandgefährlich." Ein Kompliment und die obligatorische Warnung vor dem Tor-Opa, das war es dann aber auch schon. Im Training überspringt Tomas Ujfalusi seinen Landsmann David Jarolim. Nach seiner Knie-OP ist das Abwehr-Ass wieder obenauf. Gut möglich, dass er schon morgen gegen Hansa Rostock zu Toppis Startformation gehört
Hansa gegen HSV - Spitzenspiel auf den zweiten Blick Hansa Rostock gegen den HSV - das klingt zunächst einmal wenig spektakulär, schließlich trifft der Tabellenelfte auf den Achten. Graues Mittelmaß? Durchschnitt? Nein. Denn auf den zweiten Blick mutiert die Partie zum Spitzenspiel. Seit die Vereine im Oktober vergangenen Jahres ihre Trainer wechselten, zählen sowohl die Rostocker als auch die Hamburger zu den Top-Clubs der Bundesliga. Zahlen lügen nicht: Hätte die laufende Saison erst mit dem Amtsantritt von Juri Schlünz beim FC Hansa und Klaus Toppmöller beim HSV begonnen, stünden die Nord-Rivalen beide auf einem Uefa-Pokal-Platz. Seit dem 10. Oktober 2003 hat Schlünz das Sagen bei den Mecklenburgern. Zu Saisonbeginn noch Assistenztrainer, übernahm der 42-Jährige nach dem achten Spieltag das Kommando von Armin Veh, der um eine vorzeitige Vertragsauflösung gebeten hatte. Unter seiner Regie verlor die Mannschaft nur vier von 14 Spielen, verließ die Abstiegszone und setzte sich im Mittelfeld fest. Schlünz, seit 35 Jahren Mitglied beim FC Hansa, bestritt für den Verein mehr als 300 Pflichtspiele und führte den Verein als Kapitän 1991 erstmals in die Bundesliga. "Die Person Schlünz zählt ebenso wenig wie einzelne Spieler. Es gibt kein Ich oder Du, sondern nur das Wir. Das war in den vergangenen Jahren immer die Stärke des FC Hansa", setzt der Fußball-Lehrer voll und ganz auf das Zusammengehörigkeitsgefühl. So formte er eine Mannschaft ohne Stars zu einer schlagkräftigen Einheit. Nach zwei Pleiten und einem Remis zu Beginn seiner Amtszeit feierte Schlünz vier Siege in Folge, darunter gegen Borussia Dortmund und bei Schalke 04. Doch von den Erfolgen der vergangenen Monate lässt sich der Trainer nicht blenden: "Wir dürfen uns jetzt nicht loben und erzählen, wie toll wir sind. Wir haben erst 27 Punkte eingefahren und ein Blick auf die Tabelle reicht aus, wie wichtig jeder Zähler für uns ist." Worte, die auch von Klaus Toppmöller hätten stammen können. Denn der Trainer des HSV ist mit dem bisher Erreichten ebenso wenig zufrieden, wie sein Rostocker Kollege. Der Blick der Hamburger richtet sich indes nicht nach unten, sondern nach oben. "Wir haben die Qualifikation für den Uefa-Pokal weiter im Visier", sagt Toppmöller, der den Traditionsverein nach seiner Amtsübernahme am 22. Oktober 2003, also nach dem neunten Spieltag, zurück in die Erfolgsspur geführt hat. Unter seiner Verantwortung verlor der HSV nur drei von 13 Spielen, zählt wieder zu den Anwärtern auf einen Platz im internationalen Geschäft. Toppmöller will seinen Spielern wieder "Sieger-Mentalität" einimpfen, es gebe keinen Grund, sich jetzt gegenseitig auf die Schulter zu klopfen. "Unsere Chance, oben anzugreifen, wird kommen. Und wenn sie da ist, müssen wir in der Lage sein, sie beim Schopfe zu packen", blickt der Trainer auf die kommenden Wochen voraus. Die Leistung zuletzt gegen Bayer Leverkusen (3:1) stimme ihn zwar positiv, "freuen kann ich mich über diesen Sieg aber erst, wenn wir in Rostock nachlegen", so Toppmöller. Schlünz glaubt daran, dass sich seine Mannschaft den Hamburgern in den Weg stellen kann. "Wir haben Selbstvertrauen getankt, und es freut mich riesig, wenn ich sehe, wie meine Spieler kämpfen, beißen, ackern und sich einer für den anderen zerreißt. Da steht ein echtes Team auf dem Platz." Dem Nord-Derby blickt Hansas Trainer mit Vorfreude entgegen. "Diese Duelle haben immer ihren eigenen Charakter. Aber jeder weiß, dass wir unsere Punkte zu Hause holen müssen, ganz egal, wie der Gegner heißt. Wir werden an unsere Grenze gehen, um den HSV zu besiegen." Hansa Rostock gegen den HSV - das klingt zunächst einmal wenig spektakulär. Der Tabellenelfte empfängt den Achten. Doch auf den zweiten Blick mutiert das Nord-Derby am Sonnabend im Ostseestadion zum Spitzenspiel. Schließlich ist es das Duell zweier Erfolgstrainer: Juri Schlünz gegen Klaus Toppmöller.
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